Die genauen Gründe für das Auftreten des Erschöpfungssyndroms bei Tumorpatienten sind nicht abschließend geklärt. Eine große Bedeutung wird den seelischen Auswirkungen der Erkrankungen beigemessen. Viele Onkologen (Fachärzte für Krebsleiden) gehen aber von mehreren Ursachen aus, die miteinander in Zusammenhang stehen - man spricht von einem multifaktoriellen Entstehungsmechanismus.
Die Beschwerden entstehen meist während oder nach einer Chemotherapie bzw. Strahlentherapie. Diese Behandlungsmaßnahmen haben die Zerstörung von bösartigen Krebszellen zum Ziel und können mit erheblichen Nebenwirkungen wie schwerer Übelkeit oder vorübergehendem Haarausfall verbunden sein. Auch die Bildung von Blutzellen kann gehemmt werden. Sind die roten Blutkörperchen (sog. Erythrozyten) davon betroffen, entwickelt sich eine Anämie.
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