Wenn die Schleimhaut verletzt wird, bilden bestimmte Zellen einen Wachstumsfaktor, den Keratinozyten-Wachstumsfaktor. Durch diesen werden die verbleibenden Schleimhautzellen zum Wachsen und zur Produktion der so genannten Keratinozyten angeregt. Keratinozyten sind aktiv an der Immunantwort, an Entzündungsprozessen und bei der Wundheilung beteiligt. Der körpereigene Keratinozyten-Wachstumsfaktor kann inzwischen biotechnologisch hergestellt werden.
Wenn eine Mukositis seltener auftritt, kürzer anhält und milder verläuft, verbessert sich die Lebensqualität der Patienten entscheidend. Die Patienten benötigen möglicherweise weniger Schmerzmittel, keine künstliche Ernährung oder nur für kurze Dauer und auch Krankenhausaufenthalte können verkürzt werden. Außerdem sinkt das Infektionsrisiko, und die Krebstherapie kann planmäßig verlaufen.