Schleimhäute (lat. Mukosa) sind Gewebe, die innere Organe überziehen, sie besitzen Schleim produzierende Zellen. Der Schleim bedeckt die Oberflächen filmartig, macht sie gleitfähig und bietet Schutz vor mechanischer oder chemischer Zerstörung. Schleimhäute überziehen beispielsweise Bereiche der Nase, des Magens, des Darm und der Gebärmutter.
Viele Schleimhäute haben die Aufgabe Sekrete in eine bestimmte Richtung zu transportieren. Dadurch sind sie an Ausscheidungs- und Aufnahmeprozessen beteiligt. Im Verdauungstrakt z.B. verrichten Schleimhäute folgende Aufgaben: Sekretbildung (z.B. Schleim zur Befeuchtung, Eiweiße), Aufnahme von Nährstoffen und Wasser im Dünn- und Dickdarm, Transport von Nährstoffen und Speisen, Schutz vor mechanischen Schäden.
Ebenso wie Tumorzellen teilen sich auch Schleimhautzellen sehr schnell und erneuern sich damit ständig. Ihre Lebensdauer beträgt 10 bis 14 Tage, der Aufbau der Zellschicht (Dicke und Anzahl der Zellen) hängt sehr von der Lokalisation ab. So ist die Schleimhaut im Mund deutlich dünner als im Magen, um nicht das Sprechen und Geschmacksempfinden zu beeinträchtigen.